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Mann Frau Gruppe
 
Unter richtigen Männern
D
ie gewöhnliche Kommunikation unter gewöhnlichen Männern legt es darauf an, beim Weibchen zu punkten. Dafür muss man den anderen schlecht aussehen lassen ("kein richtiger Mann") und selber gut dastehen.
I
n vielen typischen Männerbereichen geht es in der Kommunikation unter Männern einzig darum, was die anderen von dir halten. Wer du bist, ist unwichtig. Einzig wichtig ist, dass du gut dastehst und dafür sorgst, dass der andere schlecht dasteht.

Die meisten Männer kennen dieses Gefühl: Lächerlich gemacht und erniedrigt zu werden von anderen Männern oder Jungs - und der Schwur, diesen Schmerz nie mehr erleben zu müssen, ist oftmals Wurzel von Gewalttätigkeit und dem völligen Fehlen jeder Empathie.  
 
Charakteristisch für die Gegenwart ist es, dass sich die gewöhnliche Seele über ihre Gewöhnlichkeit zwar im Klaren ist, zugleich aber die Unverfrorenheit besitzt, für das Recht der Gewöhnlichkeit einzutreten und es überall durchzusetzen.
Ortega y Gasset
Aufstand der Massen

Männergruppe - vom Schein zum Sein
In unserer Männergruppe kannst du den Kraftakt, jemand sein zu müssen, fallen lassen und dich entspannen. Die anderen nehmen dich (wahr), wie du bist und laden dich ein, genau der zu sein, der du bist und in die Kraft zu kommen, die von Anbeginn an deine ureigene war.

Wirklich begegnen
G
ewöhnlich kommunizieren wir nicht mit anderen Menschen, sondern mit den inneren Figuren unserer eigenen Geschichte. Wir inszenieren unsere bekannten Dramen, verteilen die inneren Figuren auf unsere Mitmenschen wie es am besten passt und agieren das Ganze dann aus. Mit wirklichen anderen Menschen, mit Kontakt, mit Kommunikation hat das nichts zu tun.

In einer Arbeit wie in der Männergruppe geht es darum, das eigene Drama zu beenden und mit wirklichen anderen Menschen ins Spiel zu kommen. Es geht darum, innezuhalten, die automatischen Abläufe zu durchberechen und eine Aufmerksamkeit und Wahrnehmung zu trainieren, die dem anderen Menschen gerecht wird.
 
"Bevor mein Großvater starb, saß ich manchmal still an seinem Bett, hielt seine Hand und wir schauten uns an. Er bedauerte, nicht viel öfter in seinem Leben diese Art von Kontakt zu mir und zu anderen Menschen gehabt zu haben.

Ich überlege mir: Wo sind wir Menschen denn überhaupt noch auf diese Weise zusammen, wo einer den anderen ansieht und wahr nimmt. In der Ehe? Im Verliebtsein? Bei Tod oder Geburt? Der Arzt beim Kranken? Der Therapeut mit dem Klienten?

D
ie Kunst von Begegnung und Kommunikation beginnt dort, wo wir lernen, den anderen als anderen wahr-zunehmen. Wo wir eine Empathie trainieren, die den anderen einlädt, er selbst und in seiner Kraft zu sein.

"So findest du Ohren, die dich hören und dir größere unbekannte Räume öffnen, Augen, die dich sehen und die von anderen, weiteren Perspektiven wissen."  
 

 
 
Es ist unser Licht,
das wir
am meisten fürchten,
nicht unsere Dunkelheit.

(Nelson Mandela)


 
 
 
 
 
 
 
Kontakt + Impressum    Aktualisiert : 30.7.2017