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Mann Frau Gruppe
 
F
ür die meisten von uns (heterosexuellen) Männern spielen die Themen "Frauen" und "Sex" immer eine immense Rolle, aber unter gewöhnlichen Männern wird darüber nur unter vorgehaltener dicker Hose gesprochen, damit keiner die beschämenden Dürftigkeiten und Bedürftigkeiten bemerkt.
In der Männergruppe erlebst du ganz schnell eine erfrischende Offenheit und Männer-Solidarität an Stelle von Scham und Kleine-Jungen-Konkurrenz, und Du stellst fest, dass Du keineswegs allein bist mit Deinen Liebesabenteuern und Peinlichkeiten, mit deinen Beziehungskisten und deinem Scheitern, sondern dass ganz im Gegenteil das Arsenal der möglichen Drama-Konstellationen überschaubar ist und jeder Mann sie irgendwie kennt. Aber auch wenn die Problemmuster, die wir da leben, oft ganz einfach sind: Fertige Patentlösungen gibt es nicht.

Die Frauen
Mannsein lebt immer auch aus seinem Gegenpol, den Frauen, indem es sich an diesem reibt. Die Behauptung, Männer und Frauen seien gleich und alle Unterschiede nur kulturell bedingt, ist glücklicherweise aus der Mode gekommen und genauso, wie sie seinerzeit wissenschaftlich bewiesen wurde ist sie heute wissenschaftlich widerlegt.
Prof. Dr. rer. nat. Dr. med. habil. Gerald Hüther: Das schwache Geschlecht und sein Gehirn (siehe "Literatur")


So sind wir Männer wieder frei, Frauen als unbegreifliche Wesen zu begreifen und müssen nicht damit hadern, dass sie keine so guten Männer sind wie wir.

Ja, wir dürfen sogar wieder staunen, wie völlig anders, mysteriös, verrückt, fantastisch diese Wesen sind und können auf eine gute große Weise die Herausforderung annehmen, mit einem solchen Wesen unser Leben, unsere Familie, unsere Lust und Liebe zu teilen.  
 

Mann und Frau
Ich habe genug Jahre, Beziehungen und Männergruppen-Erfahrung hinter mir, um den Gedanken zu wagen, dass es niemals den Punkt geben wird, an dem ein Mann und eine Frau händchenhaltend in endgültiger Harmonie ihre Liebe genießen. Vielmehr scheint mir das Thema "Mann und Frau" dazu da zu sein, um Leben zu schaffen - und ich meine nicht nur Babys zeugen und gebären, sondern Leben in all seinen Formen, Dramen, Höhe- und Tiefpunkten, Konflikten und Intimitäten, phantasievollen Illusionen und nüchternen Enttäuschungen, in Lust und Verlust, Aufgang und Untergang ...

Sexualität
Wieviele Männer wissen eigentlich, wie ein anderer Mann seine Sexualität wirklich lebt? Sind die Spielarten der Sexualität tatsächlich so vielfältig, wie uns Film und Fernsehen weismachen? Oder haben am Ende irgendwelche gefühlstoten Sensorik-Zombies in ihrer Liebesphobie jede Romantik erfolgreich als Gefühlsduselei diffamiert und damit den Liebes-Alltag gähnender Langeweile preisgegeben? Bleiben ein paar letzte krampfhafte Versuche, mit ausgeklügelten Techniken und bizarren Extrempraktiken aus der ent­mystifizierten vertrockneten Öde noch einen letzten dumpfen Kick herauszupressen?

Oder gibt es wieder Männer und Frauen, die sich nach Wundern sehen, nach so etwas wie "Wiederverzauberung des Sexus"?

Kein Mensch weiß, wie viele Frauen und Männer Sex als beglückende Erfahrung der intimen Begegnung mit einem Du erfahren. Welcher - heterosexuelle - Mann weiß denn, wie andere Männer im Bett sind?  
 

Ist es
nicht Zeit?
Ist es nicht Zeit, dass wir Männer wieder die Liebenden werden, die ihren Schatz auf einem weißen Pferd zu den Gipfeln von Lust und Liebe begleiten? Wo bleibt die hohe Kunst, den tes­tos­teron­geschwängerten Hengst zu höherer Reitkunst zu zügeln, und — anstatt nur sportlich von A nach B zu kommen — seine Kraft zu bändigen für die fantasievolle Voltige eines verzaubernden Liebesspiels? Sind wir nicht Manns genug, mit aller Wachheit und Präsenz Sorge zu tragen, dass sich der Zauber nicht verfrüht in die Abgründe des Unbewußten ergießt, so dass wir gelassen Gelegenheit haben, in diesem Rodeo den Drachen selbst zu reiten, bis dies geschieht: Feuer speiend durchbricht er die Schleier von Illusion, Geilheit, Projektion, Romantik und Verliebtheit und wir gehen bebend ergriffen ein in das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit? Amen.

Beziehung
Nach allen Experimenten mit freier Liebe, offener Beziehung und Tantra kommen viele zu der Überzeugung, dass irgendwann - nach vielen beglückenden Abenteuern - es Zeit wird, ehrlich seinen Sehnsüchten nachzugeben, sein Glück im Un­spek­takulären zu finden und eine monogame Beziehung einzugehen, mit all ihren Herausforderungen und Hausaufgaben.

Und nirgendwo sonst wird ein Mann mehr gefordert, er selbst zu sein, zu bleiben und zu seinem Wort zu stehen als im Durchstehen - aber auch Beenden - einer Paarbeziehung.

Mannsein lernt er nicht in der Beziehung zur Frau. Aber hier kann er es beweisen. Und keine Frau wird ihm dabei helfen.

Single sein
Mann kann sich auch ganz von der Happy-End-Propaganda aus Film und Fernsehen befreien. Es werden enorme zeitliche und finanzielle Ressourcen frei, die man für eine angenehme Lebensführung nutzen kann — und man ist nicht mehr gezwungen, sich des lieben Friedens willen in einseitigen Kompromissen zu verbiegen (wobei das sowieso nie genügt), sondern bleibt frei, autonom und selbstbestimmt. Das schlechte Gewissen, auf diese Weise nicht mehr zum globalen Bevöl­kerungs­wachstum und zur Überwindung der demografischen Krise bei­zutragen, kann locker durch einen gesunden egozentrischen Hedonismus ersetzt werden.

Hollywoodstar George Clooney ist ein Beispiel. Er hat diese Lebensweise gewählt, weil Frauen, wie er sagt, ihm einfach zu anstrengend sind.  
 
 
 

 
„Manche Männer bemühen sich lebenslang, das Wesen einer Frau zu verstehen. Andere befassen sich mit weniger schwierigen Dingen, zum Beispiel der Relativitätstheorie.“         (Albert Einstein)

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kontakt + Impressum    Aktualisiert : 30.7.2017