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empowerman
 
Worum es geht - ein paar Gedanken zu "Männerarbeit"
Heldenreise und Klischee
In einer Epoche, in der wir Männer uns aus dem alten Wertesystem unserer Väter und Großväter befreien und die Unsicherheit einer Zeit erleiden, in der "das Alte nicht mehr und das Neue noch nicht" ist, da ist es wichtig, die Orientierung für unser Mannsein auf einer anderen Ebene zu finden. Auf den gewohnten Oberflächen unseres Alltags - in Beruf, Sex oder Sport - und auch in den gängigen Orientierungssystemen - Psychologie, Esoterik oder Mentaltaining - finden viele keine Erfüllung. Notwendig ist der Übergang auf eine tiefere, essentielle Ebene, ein Paradigmenwechsel.

Und in diesem Bewußtsein wird Männerarbeit zur Heldenreise. Jeder bahnt sich seinen eigenen Weg durch Neuland - einen Weg im Kollektivbewußtsein, der dann für andere Männer gangbar werden kann.

Mit dem Klischee von Männergruppe als einem gefühlsduseligen Stuhlkreis hat das nichts zu tun.

Veränderung
Bedeutet Veränderung, uns den Erwartungen einer morbiden Gesellschaft anzupassen? Sollten wir uns zu selbst­optimierenden Maßnahmen verdonnern, bis es passt? Braucht es nicht viel mehr Mut, wirklich man selbst zu sein und die eigene Größe, Herzenskraft und kühne Kreativität zu wagen, ohne sich immer wieder
„Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepaßt an eine zutiefst kranke Gesellschaft zu sein.“ (Jiddu Krishnamurti)
selber in die Pfanne zu hauen? Bedeutet Ver­änderung vielleicht, so zu werden, wie ich gemeint bin?  
 


Unsere Wurzeln:
Die Linie der Väter
Die Wurzeln unseres Mannseins reichen weit hinunter in die Generationen unserer Väter und Großväter, und die Voraussetzung, an die Kraft dieser Wurzel angeschlossen zu sein, ist, unsere Vorfahren zu ehren und unser menschliches Dasein in all seinen Aspekten als ererbten Teil einer gewachsenen Kultur, einer Traditions­linie und einer gemeinsamen Geschichte anzuerkennen.

Das ist Teil der Männerarbeit und bedeutet für viele ein "Aufwachen" und ein Be­greifen, in welch ungeahntem Ausmaß wir in der ideologischen Trance des modernen Zeit­geistes
Wohl dem, der seiner Väter gern gedenkt       (Johann W. v. Goethe)
ge­fangen sind — und dass es notwendig und möglich ist, uns "radikal" aus dieser Gefangen­schaft zu befreien.

mann selbst sein
Empowerman meint Selbstermächtigung: Alles, was ein Mann an wirklicher Kraft, Liebe, Würde, Größe und Verantwortung in seiner Welt geben und leben kann, kommt aus seinem Eigenen und aus der Freiheit, dieses Eigene zu leben. Es kommt niemals aus dem Erfüllen von Erwartungen - ganz gleich von wem.
Dieses "Eigene", dieses "Selbst", diese lebendige Essenz ist nicht etwas Fixes, sondern entspringt in jedem Augenblick dem Fluss des Lebens und dem Spiel mit dem Du.  
 

Das Größere
Jeder wache Mensch kommt in seinem Leben in Situationen, in denen etwas Größeres sichtbar, spürbar wird. Man muss sich nicht für die
Die Heimat eines Mannes muss die Ewigkeit sein, von Augenblick zu Augenblick. Ohne sie ist er verloren und greift, immerfort strebend, nach Rauchschwaden. Ein Mann muss alles tun, was nötig ist, um diese ewig neue Erkenntnis zu gewinnen und sein Leben an ihr auszurichten.
(David Deida)
blasphemischen Gottesbilder der Religionen erwärmen, um dieses Nicht-Erkennbare, Über-Raumzeitliche als bedeutend für das eigene Leben an­zuerkennen. Und große Klarheit und Authentizität lebt in dem Mann, der sich getragen weiß von etwas, das größer ist als er selbst, dem er dient und das sein Handeln legitimiert.  
 
 
 

Persönlichkeit
Persönlichkeit ist die höchste Verwirklichung der eingeborenen Eigenart des besonderen lebenden Wesens.

Persönlichkeit ist die Tat des höchsten Lebensmutes, der absoluten Bejahung des individuell Seienden und der erfolgreichsten Anpassung an das universal Gegebene bei größtmöglicher Freiheit der eigenen Entscheidung.

(C.G. Jung)
Vom Werden der Persönlichkeit, S. 135

 
 
 
 
 
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